Der besondere Friedhof des Karmeliterklosters

1701 lassen sich die Unbeschuhten Karmeliter auf dem Friesenberg nieder und erbauen auf den Ruinen der St. Jakobskirche eine Klosteranlage.

Die Krypta unter der Kirche wird zur kurfürstlichen Grablege. Weitere Gewölbe dienen dem Adel und wohlhabenden Bürgern katholischen Glaubens als Familiengrabstätte.

Unter Kurfürst Maximilian Joseph erfolgte 1803 die Aufhebung des Klosters. Die Klosteranlage wird versteigert und bis auf einen Gebäuderest, der 1933 zum Teil ein Raub der Flammen wird und starke Veränderungen beim Wiederaufbau erfährt, abgerissen.

Die in der Krypta beigesetzten Toten des Wittelsbacher Geschlechtes werden1805 nach München überführt. Die hunderte Toten in den weiteren Gewölben – Platzmangel bewirkte, dass die Särge übereinander gestapelt waren – sind in aller Stille in den Garten des Klosters umgebettet worden.

Ausführlich hier

Siehe auch Johann Franz Freiherr von Wickenburg 1751, 33r-37v und 38v-41v (München, Bayerisches Hauptstaatsarchiv – Geheimes Hausarchiv, Hs. 317 (1), Thesaurus Palatinus (Band 1): Heidelberg und Mannheim, Heidelberg, 1747-1752;)


Literatur / Quellen

Armin Kohnle (Hrsg.)
…so geht hervor ein' neue Zeit
Die Kurpfalz im Übergang an Baden 1803; Ausstellung im Kurpfälzischen Museum der Stadt Heidelberg, 19. Oktober 2003 bis 18. Januar 2004

Heidelberg; Upstadt Weiher; Basel 2003; (bes. Seite 117-130)

Signatur Universitätsbibliothek Heidelberg: LA-K 3-20639

Markus A. Maesel (Hrsg.)
Chronik des Barfüsser Karmelitenkloster zu Heidelberg
ein Beytrag zur Pfälzischen Kirchengeschichte; "So zerstörte die alles verherende Aufklärung eine hundert jährige Arbeit“; die deutsche Fassung des P. Gregor Hertwig

Upstadt-Weiher 1998

Signatur Universitätsbibliothek Heidelberg: 99 A 27

Ernst Mushake (Schriftführer)
Die Friedhöfe in Heidelberg
Führer durch die christlichen und jüdischen Friedhöfe

Frankfurt/Main o. J. (1929)

Signatur Universitätsbibliothek Heidelberg: KG IV h 159

Adolf von Oechelhäuser; Franz Xaver Kraus [Hrsg.]
Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden (Band 8,2)
Die Kunstdenkmäler des Amtsbezirks Heidelberg (Kreis Heidelberg)

Tübingen, 1913

Signatur Universitätsbibliothek Heidelberg: C 3924-2::8,2
In digitalisierter Form